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Wasserspender für Schule und Kita

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Wasserspender für Schule und Kita

Warum Schulen und Kindergärten Trinkbrunnen brauchen

Kinder trinken häufig zu wenig. Im hektischen Schulalltag zwischen Unterricht, Pause und Nachmittagsbetreuung gerät das Trinken schnell in Vergessenheit. Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gerade für Kinder und Jugendliche entscheidend: für die Konzentrationsfähigkeit, die körperliche Entwicklung und das allgemeine Wohlbefinden.

Ein Wasserspender in der Schule oder Kita schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu frischem Trinkwasser und fördert eine gesunde Trinkkultur von klein auf. Je nach Bauform und Region sind dafür verschiedene Begriffe gebräuchlich: Trinkbrunnen, Trinkwasserbrunnen, Trinkstation oder Wasserstation bezeichnen im Schulalltag meist dasselbe Gerät, nämlich einen fest an die Wasserleitung angeschlossenen Spender. Warum diese Bauform für Einrichtungen mit vielen Nutzern die richtige ist und wo Gallonen-Geräte an ihre Grenzen stoßen, zeigt unser Vergleich Festwasserspender vs. Gallone.

Dieser Branchenguide beantwortet die vier Fragen, die Schulleitungen, Kita-Träger und Fördervereine vor der Anschaffung stellen: Welche Anforderungen muss das Gerät erfüllen, wie viele Ausgabepunkte werden gebraucht, was kostet der Betrieb und wer bezahlt es.

Die besondere Bedeutung von Wasser für Kinder

Flüssigkeitsbedarf im Kindesalter

Kinder haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen höheren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende Trinkmengen:

  • Kinder von 1 bis 4 Jahren: Etwa 820 Milliliter pro Tag
  • Kinder von 4 bis 7 Jahren: Etwa 940 Milliliter pro Tag
  • Kinder von 7 bis 10 Jahren: Etwa 970 Milliliter pro Tag
  • Kinder von 10 bis 13 Jahren: Etwa 1.170 Milliliter pro Tag
  • Jugendliche von 13 bis 15 Jahren: Etwa 1.330 Milliliter pro Tag

Diese Werte beziehen sich auf Getränke und berücksichtigen nicht das Wasser, das über die Nahrung aufgenommen wird. Bei sportlicher Aktivität oder hohen Temperaturen steigt der Bedarf zusätzlich.

Auswirkungen von Flüssigkeitsmangel auf die Lernfähigkeit

Bereits ein leichter Flüssigkeitsmangel wirkt sich auf die kognitive Leistungsfähigkeit aus. Studien zeigen, dass Kinder, die zu wenig trinken, in folgenden Bereichen Einbußen haben:

  • Kurzeitgedächtnis: Die Fähigkeit, sich Informationen kurzzeitig zu merken, lässt nach.
  • Aufmerksamkeit: Die Konzentrationsspanne verkürzt sich.
  • Visuelle Wahrnehmung: Die Verarbeitung visueller Informationen wird langsamer.
  • Stimmung: Kinder werden gereizter und unruhiger.

Ein Wasserspender, der jederzeit zugänglich ist, hilft, diesen Problemen vorzubeugen.

Grundschulkinder trinken Wasser im Klassenzimmer
Regelmäßiges Trinken fördert Konzentration und Lernfähigkeit bei Kindern · Bild: KI-generierte Illustration

Vorteile von Trinkbrunnen in Bildungseinrichtungen

Gesundheitsförderung

Wasser ist das gesündeste Getränk für Kinder. Anders als Limonaden, Fruchtsäfte oder gesüßte Tees enthält es keinen Zucker, keine Säure und keine künstlichen Zusatzstoffe. Ein Wasserspender fördert den Wasserkonsum und kann dazu beitragen, den Konsum zuckerhaltiger Getränke zu reduzieren.

Chancengleichheit

Nicht alle Familien können ihren Kindern jeden Tag eine gefüllte Trinkflasche mitgeben. Manche Kinder kommen ohne Getränk zur Schule oder zum Kindergarten. Ein frei zugänglicher Wasserspender stellt sicher, dass alle Kinder gleichermaßen Zugang zu frischem Trinkwasser haben, unabhängig von der familiären Situation.

Umweltbildung

Ein Wasserspender bietet eine hervorragende Gelegenheit für praktische Umweltbildung. Kinder lernen, dass Leitungswasser eine umweltfreundliche Alternative zu Einwegflaschen ist. Schulen können das Thema Wasser, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz im Unterricht aufgreifen und den Spender als anschauliches Beispiel nutzen. Weitere Ansatzpunkte, um Plastik im Alltag zu reduzieren, lassen sich gut in Projektwochen einbinden.

Weniger Müll

Schulen und Kindergärten, die auf Wasserspender umstellen, berichten von einer deutlichen Reduktion des Verpackungsmülls. Einwegflaschen und Getränkekartons verschwinden aus den Mülltonnen und werden durch wiederverwendbare Trinkflaschen ersetzt. Das entlastet die Reinigungskräfte und spart Entsorgungskosten. Wie viele Flaschen Ihre Einrichtung konkret einspart, können Sie mit unserem Plastik-Sparrechner ermitteln, was sich zugleich als Zahlenbasis für Förderanträge und Elternabende eignet.

Entlastung des Personals

In Kindergärten verbringen Erzieherinnen und Erzieher erhebliche Zeit damit, Getränke für die Kinder vorzubereiten und auszuschenken. Ein Wasserspender in kindgerechter Höhe ermöglicht es den Kindern, sich selbstständig Wasser zu nehmen. Das fördert die Eigenständigkeit und entlastet das Personal.

Besondere Anforderungen in Bildungseinrichtungen

Kindersicherheit

Die Sicherheit steht an erster Stelle. Wasserspender für Schulen und Kindergärten müssen folgende Sicherheitsanforderungen erfüllen:

  • Standsicherheit: Das Gerät muss kippsicher aufgestellt sein, damit kletternde Kinder es nicht umwerfen können. Eine Wandbefestigung bietet zusätzliche Sicherheit.
  • Keine scharfen Kanten: Alle Oberflächen und Kanten müssen abgerundet und verletzungssicher sein.
  • Heißwassersperre: Wenn der Spender eine Heißwasserfunktion hat, muss diese durch eine kindersichere Sperre geschützt sein, die eine Verbrühung zuverlässig verhindert.
  • Stabile Materialien: Das Gerät muss robust genug sein, um den alltäglichen Belastungen in einer Kindereinrichtung standzuhalten.

Bedienhöhe für verschiedene Altersgruppen

In einer Grundschule sind die Kinder zwischen sechs und zehn Jahren alt, in einem Kindergarten zwischen drei und sechs. Die Bedienhöhe des Spenders muss an die Zielgruppe angepasst sein:

  • Kindergarten: Auslaufhöhe bei etwa 60 bis 70 Zentimeter, idealerweise mit einer stabilen Trittstufe.
  • Grundschule: Auslaufhöhe bei etwa 75 bis 85 Zentimeter.
  • Weiterführende Schule: Standard-Spender mit Auslaufhöhe bei etwa 85 bis 95 Zentimeter.

Einige Hersteller bieten höhenverstellbare Modelle an, die sich an verschiedene Altersgruppen anpassen lassen.

Hygiene im Schulalltag

In einer Umgebung mit vielen Kindern sind die Hygieneanforderungen besonders hoch. Kinder fassen alles an, stecken Finger in den Mund und sind weniger hygienebewusst als Erwachsene. Der Wasserspender muss daher:

  • Leicht zu reinigen sein, mit glatten, abwischbaren Oberflächen.
  • Einen berührungslosen Auslauf bieten, idealerweise per Sensor oder Drucktaste statt per Hebel.
  • Über eine Auffangschale verfügen, die Spritzwasser und Tropfen auffängt und leicht zu entleeren ist.
  • Regelmäßig desinfiziert werden, idealerweise täglich im Bereich des Auslaufs.

Welche Intervalle für Filterwechsel, UV-Lampe und Hygiene-Service gelten und wie eine Reinigung fachgerecht abläuft, erklärt unser Leitfaden zu Wartung und Hygiene bei Wasserspendern.

Vandalismus-Schutz

Gerade in weiterführenden Schulen ist Vandalismus ein Thema, das bei der Auswahl berücksichtigt werden sollte. Robuste Gehäuse, bruchsicheres Material und ein Aufstellort mit gewisser Aufsicht minimieren das Risiko. Einige Modelle sind speziell für den Einsatz in öffentlichen Einrichtungen konzipiert und entsprechend widerstandsfähig.

Kindersicherer Wasserspender im Kindergarten
Kindersichere Spender mit angepasster Bedienhöhe und Heißwassersperre · Bild: KI-generierte Illustration

Wie viele Trinkbrunnen braucht eine Schule?

Die häufigste Fehlplanung ist ein einzelner Spender für ein ganzes Schulhaus. Entscheidend ist nicht der Tagesverbrauch, sondern die Spitzenlast in der Pause, denn dann wollen alle Kinder gleichzeitig ihre Flaschen füllen.

Die Rechnung an einem Beispiel

Eine Grundschule mit 200 Kindern hat eine 20-minütige große Pause. Füllt in dieser Zeit rund die Hälfte der Kinder eine 0,5-Liter-Flasche, sind das 100 Füllungen und damit 50 Liter in 20 Minuten. Hochgerechnet entspricht das einer Spitzenleistung von 150 Litern pro Stunde.

Leitungsgebundene Spender liefern je nach Modell und Kühlleistung deutlich weniger gekühltes Wasser pro Stunde. Dazu kommt: Ein einzelner Ausgabepunkt erzeugt eine Warteschlange, und wer in der Pause drei Minuten ansteht, kommt beim nächsten Mal nicht wieder.

Faustregel für die Planung

  • Ein Ausgabepunkt je 100 bis 150 Schüler, bei Ganztagsschulen und Schulen mit Mittagsverpflegung eher am unteren Ende.
  • Kita: ein Spender je Gruppenbereich oder Etage, damit die Kinder ihn ohne Begleitung erreichen.
  • Mehrere kleine Geräte an verteilten Standorten schlagen ein großes Gerät an einem zentralen Punkt, weil sie Wege verkürzen und Warteschlangen vermeiden.
  • Sporthalle separat rechnen, dort entsteht die Spitzenlast unabhängig vom Pausenrhythmus.

Für die Auslegung im Einzelfall zählen zusätzlich die Pausenstruktur, die Anzahl der Stockwerke und die Frage, ob Wasser auch während des Unterrichts geholt werden darf.

Was kostet ein Wasserspender für Schule und Kita?

Die Kosten bestehen aus zwei Blöcken: dem Gerät und dem laufenden Betrieb. Der Betrieb ist dabei fast immer günstiger, als Schulen erwarten.

Laufende Kosten im Rechenbeispiel

Annahmen: Grundschule mit 200 Kindern, zwei Ausgabepunkte, im Schnitt 0,3 Liter pro Kind und Schultag am Spender, 190 Schultage. Das ergibt rund 11.400 Liter pro Jahr.

PostenKosten pro Jahr
Leitungswasser (0,3 Cent/Liter, Trinkwasserpreis N-ERGIE Nürnberg 2026: 2,93 €/m³)~34 €
Strom (2 Geräte mit Kühlung)~145 €
Filterwechsel, UV-Lampe, Hygiene-Service (2 Geräte, ohne Wartungsvertrag)420–760 €
Summe Betriebrund 600–940 €

Das sind 3 bis 5 € pro Kind und Jahr. Zum Vergleich: Dieselbe Wassermenge als Flaschenwasser kostet bei 0,30 € pro Liter rund 3.420 € pro Jahr, also etwa 17 € pro Kind. Dazu kommen Anlieferung, Pfandhandling, Lagerfläche und die Arbeitszeit, die Hausmeister oder Erzieher für das Schleppen der Kisten aufwenden.

Die Kosten für das Gerät

Beim Kauf eines leitungsgebundenen Spenders liegt der Anschaffungspreis je nach Ausstattung im vierstelligen Bereich, dazu kommt das Reparaturrisiko nach Ablauf der Gewährleistung. Ein defekter Kompressor kostet dann schnell 380 bis 680 €.

Beim Mietmodell entfällt die Einmalinvestition. Gerät, Wartung, Filterwechsel und Reparaturen stecken in einer monatlichen Rate, die sich sauber als laufender Posten im Haushalt abbilden lässt. Für öffentliche Träger ist das oft der entscheidende Punkt, weil laufende Sachkosten leichter bewilligt werden als eine Investition. Die konkrete Rate hängt von Modell, Anzahl der Geräte und Laufzeit ab, wir kalkulieren sie für Ihre Einrichtung individuell.

Einen vollständigen Überblick über Miete, Leasing und Kauf gibt unser Wasserspender Kostenvergleich. Eine erste Hausnummer für Ihre Einrichtung liefert der Kostenrechner, mit dem sich die Zahlen direkt in eine Vorlage für den Schulträger übernehmen lassen.

Förderung und Finanzierung: Wer bezahlt den Wasserspender?

Für Schulen und Kitas gibt es mehrere Wege, die weit über das reguläre Budget hinausgehen. In der Praxis werden Trinkbrunnen selten aus einer einzigen Quelle finanziert.

Schulträger und Kommune

Die Sachkosten für Schulen trägt der Schulträger, also die Kommune oder der Landkreis. Ein Wasserspender fällt dabei je nach Beschaffungsform entweder unter Investitionen oder unter laufende Sachkosten. Der zweite Weg ist meist der schnellere, weil er ohne Investitionsbeschluss auskommt.

Rückenwind gibt die Gesetzeslage: Mit der Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184 wurde im Wasserhaushaltsgesetz (§ 50 WHG) verankert, dass Kommunen im öffentlichen Raum Trinkwasser bereitstellen sollen, soweit das verhältnismäßig ist. Ein unmittelbarer Anspruch für die einzelne Schule folgt daraus zwar nicht, als Argumentationshilfe gegenüber dem Träger ist der Verweis aber wirksam.

Krankenkassen und Präventionsmittel

Nach § 20a SGB V fördern die gesetzlichen Krankenkassen Gesundheitsförderung in Lebenswelten, und Kitas und Schulen sind dort ausdrücklich genannt. Trinkförderung ist ein anerkanntes Handlungsfeld. Anlaufstellen sind die Präventionsabteilungen der einzelnen Kassen sowie das GKV-Bündnis für Gesundheit.

Wichtig für die Antragstellung: Gefördert wird in der Regel ein Gesamtkonzept, nicht ein einzelnes Gerät. Ein Antrag, der den Spender mit Trinkregeln, Unterrichtseinheiten und einer Auswertung verbindet, hat deutlich bessere Chancen als eine reine Anschaffungsanfrage.

Fördervereine und Elterninitiativen

Viele Schulen verfügen über einen aktiven Förderverein, der die Anschaffung finanzieren kann. Auch Elterninitiativen und Spendenaktionen bringen die nötigen Mittel auf. Beim Mietmodell ist die Hürde besonders niedrig, weil der Verein statt einer großen Einmalsumme nur die laufende Rate übernehmen muss.

Sponsoring durch lokale Unternehmen

Einige Schulen finanzieren ihren Wasserspender über lokales Sponsoring. Unternehmen aus der Region übernehmen die Kosten und erhalten im Gegenzug eine dezente Nennung. Dies ist ein Gewinn für beide Seiten: Die Schule bekommt den Spender, das Unternehmen stärkt sein lokales Engagement. Zu beachten sind die Vorgaben der Länder zum Schulsponsoring, die Werbung an Schulen meist auf zurückhaltende Formen begrenzen.

Beschaffung und Betreiberpflichten

Der Weg über den Schulträger

Der Beschaffungsweg läuft in aller Regel nicht über die Schulleitung, sondern über das Schulverwaltungsamt oder den Gebäudemanagement-Bereich des Trägers. Für die Anfrage haben sich drei Angaben als Türöffner bewährt: Schülerzahl und Anzahl der benötigten Ausgabepunkte, die jährlichen Betriebskosten und der Vergleich zur bisherigen Lösung. Unterhalb der kommunalen Wertgrenzen ist eine Direktvergabe oft möglich, was das Verfahren erheblich verkürzt.

Pflichten im laufenden Betrieb

Schulen und Kitas sind öffentliche Gebäude, für die Trinkwasserinstallation gelten damit die Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023). Für die Praxis heißt das:

  • Der Betreiber, also der Schulträger, ist für die Trinkwasserqualität bis zur Entnahmestelle verantwortlich.
  • Wartung und Filterwechsel müssen in festen Intervallen erfolgen und dokumentiert werden.
  • Zuständig für verbindliche Auskünfte und Anzeigen ist das örtliche Gesundheitsamt.
  • Nach Ferienzeiten mit längerem Stillstand sollte die Leitung vor der ersten Nutzung gespült werden.

Ein Wartungsvertrag nimmt der Einrichtung diese Organisation ab und liefert die Dokumentation gleich mit. Das ist der Punkt, an dem Trinkbrunnen in Schulen in der Praxis am häufigsten scheitern: nicht an der Technik, sondern daran, dass sich im Alltag niemand zuständig fühlt.

Integration in den Schulalltag

Trinkregeln und Trinkrituale

Die bloße Aufstellung eines Wasserspenders reicht nicht aus. Um den Wasserkonsum tatsächlich zu steigern, sollten Schulen Trinkregeln und Trinkrituale einführen:

  • Trinkpausen: Feste Trinkpausen im Unterricht, in denen alle Kinder ihre Flaschen auffüllen und trinken.
  • Trinkflaschen-Pflicht: Jedes Kind bringt eine eigene wiederverwendbare Trinkflasche mit.
  • Trinkpass: Ein Trinkpass motiviert jüngere Kinder, über den Tag verteilt ausreichend zu trinken.
  • Vorbildfunktion: Lehrkräfte und Erzieher trinken sichtbar Wasser und sprechen das Thema aktiv an.

Pädagogische Begleitung

Der Wasserspender bietet Anknüpfungspunkte für den Unterricht in verschiedenen Fächern:

  • Sachunterricht: Der Wasserkreislauf, Trinkwasseraufbereitung und Wasserverbrauch.
  • Biologie: Die Bedeutung von Wasser für den menschlichen Körper.
  • Erdkunde: Wasservorkommen und Wassermangel weltweit.
  • Ethik: Gerechte Verteilung von Ressourcen.
Wiederverwendbare Trinkflaschen auf Schulbank
Wiederverwendbare Trinkflaschen ersetzen Einwegflaschen und reduzieren Müll · Bild: KI-generierte Illustration

Standortwahl in Schulen und Kindergärten

Typische Standorte

  • Eingangshalle oder Foyer: Gut sichtbar und für alle erreichbar, ideal als zentraler Anlaufpunkt.
  • Pausenhof (überdacht): Nahe am Geschehen, besonders in den Pausen stark frequentiert.
  • Flure vor den Klassenzimmern: Kurze Wege für die Kinder, leicht zugänglich auch während des Unterrichts.
  • Mensa oder Speiseraum: Ergänzung zum Essensangebot.
  • Sporthalle: Wichtig für die Flüssigkeitsversorgung vor, während und nach dem Sport.

Aufsicht und Zugänglichkeit

Der Standort sollte so gewählt werden, dass der Spender unter gewisser Aufsicht steht, aber gleichzeitig frei zugänglich ist. Ein Platz im Sichtfeld des Sekretariats oder des Lehrerzimmers kann Vandalismus vorbeugen, ohne die Nutzung einzuschränken.

Erfahrungen aus der Praxis

Schulen und Kindergärten, die Wasserspender eingeführt haben, berichten übereinstimmend von positiven Erfahrungen:

  • Der Wasserkonsum der Kinder stieg deutlich an, besonders in den warmen Monaten.
  • Der Konsum zuckerhaltiger Getränke ging zurück.
  • Eltern begrüßten die Initiative und unterstützten die Einführung wiederverwendbarer Trinkflaschen.
  • Das Müllaufkommen durch Einwegflaschen und Getränkekartons sank erheblich.
  • Die Kinder entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit.

Die drei häufigsten Stolpersteine

Ebenso regelmäßig werden drei Probleme genannt, die sich alle im Vorfeld vermeiden lassen:

  1. Zu wenige Ausgabepunkte. Ein einzelner Spender für mehrere hundert Kinder führt zu Warteschlangen in der Pause, und die Nutzung bricht nach wenigen Wochen ein.
  2. Unklare Zuständigkeit für die Reinigung. Wenn nicht schriftlich festgelegt ist, wer den Auslauf täglich desinfiziert und die Auffangschale leert, übernimmt es im Alltag niemand.
  3. Ungünstiger Standort. Spender in Sackgassen oder in schwer einsehbaren Ecken werden schlechter genutzt und ziehen eher Vandalismus an.

Häufige Fragen zu Wasserspendern in Schule und Kita

Was kostet ein Wasserspender für eine Schule?

Der Betrieb einer Grundschule mit 200 Kindern und zwei Ausgabepunkten liegt bei rund 600 bis 940 € pro Jahr für Wasser, Strom, Filter und Hygiene-Service, also etwa 3 bis 5 € pro Kind und Jahr. Dazu kommen die Gerätekosten als Kauf oder monatliche Miete. Dieselbe Wassermenge als Flaschenwasser würde etwa 3.420 € pro Jahr kosten.

Wer bezahlt den Wasserspender in der Schule?

Zuständig ist der Schulträger, also die Kommune oder der Landkreis. Daneben kommen Präventionsmittel der Krankenkassen nach § 20a SGB V, der Förderverein, Elterninitiativen und lokales Sponsoring in Frage. In der Praxis werden Trinkbrunnen häufig aus mehreren Quellen gemeinsam finanziert.

Wie viele Trinkbrunnen braucht eine Schule?

Als Faustregel gilt ein Ausgabepunkt je 100 bis 150 Schüler, bei Ganztagsschulen eher je 100. Entscheidend ist die Spitzenlast in der großen Pause, nicht der Tagesverbrauch. Mehrere verteilte Geräte funktionieren besser als ein großes Gerät an zentraler Stelle.

Welche Höhe muss ein Wasserspender für Kinder haben?

In der Kita liegt die Auslaufhöhe bei etwa 60 bis 70 cm, in der Grundschule bei 75 bis 85 cm und in weiterführenden Schulen bei 85 bis 95 cm. Höhenverstellbare Modelle decken mehrere Altersgruppen ab. Bei Geräten mit Heißwasserfunktion ist eine kindersichere Sperre zwingend.

Wer ist für die Hygiene des Wasserspenders verantwortlich?

Betreiber der Trinkwasserinstallation und damit verantwortlich ist der Schulträger. Wartung und Filterwechsel müssen in festen Intervallen erfolgen und dokumentiert werden, zuständige Behörde ist das örtliche Gesundheitsamt. Ein Wartungsvertrag übernimmt Durchführung und Dokumentation.

Fazit: Eine Investition in die Zukunft unserer Kinder

Ein Wasserspender in Schulen und Kindergärten ist weit mehr als ein praktisches Gerät. Er ist ein Instrument der Gesundheitsförderung, der Chancengleichheit und der Umweltbildung. Er fördert gesunde Trinkgewohnheiten, die Kinder ein Leben lang begleiten, und setzt ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit.

Als regionaler Anbieter in Nürnberg kennen wir die Bedürfnisse von Bildungseinrichtungen und bieten maßgeschneiderte Wasserspender-Lösungen mit umfassendem Service. Schulen profitieren besonders vom Mietmodell mit Wartung inklusive oder vom Leasing für eine haushaltsneutrale Finanzierung. Alternativ ist auch der Kauf mit optionalem Wartungsvertrag möglich.


Hygiene-Hinweis: Wasserspender in Bildungseinrichtungen unterliegen besonderen Hygieneanforderungen. Die regelmäßige Wartung und Dokumentation ist besonders wichtig, um die Gesundheit der Kinder zu schützen. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Quellen und weiterführende Informationen:

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Hinweis: Einige Bilder in diesem Artikel wurden mit KI-Unterstützung erstellt und dienen der Illustration.

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